Hyeju Jung, in Seoul geboren, ist heute als Dirigentin in Europa tätig.
Sie ist Preisträgerin des 1. Preises beim Lake Como International Conducting Competition 2021 und Finalistin mehrerer internationaler Dirigierwettbewerbe, darunter des Arthur Nikisch International Conducting Competition sowie Preisträgerin des European Union Conducting
Competition.
Seit der Saison 2022 ist sie Dirigentin des Jungen Orchesters Hamburg und arbeitet regelmäßig mit Orchestern in Deutschland und Europa zusammen. Sie arbeitete u. a. mit der Südwestdeutschen Philharmonie, der Vogtland Philharmonie, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, der Prague Philharmonia, dem Orchestra Sinfonica di Sanremo, dem Jyväskylä Symphony Orchestra sowie dem Athens Philharmonia Orchestra zusammen.
Im Musiktheater wirkte sie an Produktionen in Südkorea und Deutschland mit und leitete dabei Chor- und Orchesterprojekte sowie Opern- und Musicalproduktionen, darunter Mozarts „Die Zauberflöte“, „Così fan tutte“, „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“, Eduard Künneckes „Der Vetter aus Dingsda“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“, Verdis „La Traviata“, Leoncavallos „Pagliacci“ sowie Puccinis „Gianni Schicchi“. In der Spielzeit 2021/22 leitete sie die Uraufführung des Art-Musicals „UNDINE“ am Theater Chemnitz und war dabei eng in die musikalische Einstudierung sowie in die Produktionsprozesse eingebunden.
Durch ihr Kompositionsstudium sowie ihre Tätigkeit als Komponistin und Arrangeurin verfügt sie über eine besondere Affinität zur zeitgenössischen Musik und zur Entwicklung neuer Klangwelten. So dirigierte sie u. a. Arnold Schönbergs „Pierrot Lunaire“ mit dem Ensemble Neue Musik Würzburg sowie Elliott Carters „Canon for Four“ und Aydin Leon Pfeiffers „Study“ (UA) im Rahmen der Tage Neuer Musik 2020 in Würzburg.
Nach dem Bachelorstudium der Komposition an der Sang-Myung University in Seoul studierte sie Orgel an der Korea National University of Arts. Anschließend setzte sie ihr Studium in Deutschland fort und absolvierte ihr Masterstudium im Fach Orgel bei Prof. Martin Schmeding sowie Orgelimprovisation bei Prof. Thomas Lennartz an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Ihr Masterstudium im Fach Dirigieren schloss sie an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Ari Rasilainen erfolgreich ab. Künstlerische Impulse erhielt sie u. a. in Meisterkursen bei Jukka-Pekka Saraste, Bruno Weil, Riccardo Frizza, Johannes Schlaefli und Georg Christoph Sandmann.

