Konzertbericht von unseren Sommerkonzerten

Am 15. und 16. Juli 2017 fanden unsere diesjährigen Sommerkonzerte statt. Nach einer intensiven und schönen Vorbereitungszeit arbeiteten wir in der letzten Woche besonders konzentriert und voller Vorfreude auf das Konzertwochenende hin. Vor allem für die Vorstandsmitglieder waren und sind die Wochen unmittelbar vor den Konzerten mit einer Menge nicht musikalischer Arbeit gefüllt. Wie jedes Mal wurden aber alle Mühen mit schönen Konzerterlebnissen belohnt!

Am Samstag, 15.07.2017 fand unser Familienkonzert in der Aula der ehemaligen Schule am Eichtalpark in Wandsbek statt. Die Reihen waren gut gefüllt und dem Motto entsprechend fanden auch einige Kinder den Weg in unser Konzert. Kurze Einführungen zu den einzelnen Stücken durch unseren Dirigenten Emanuel Dantscher und unsere Pressesprecherin Ann-Kathrin Garber lieferten nicht nur für die kleinen Zuhörer/innen spannende Hintergrundinformationen.

Zum Auftakt konnte das Publikum die gewaltigen Klänge von Beethovens Ouvertüre zu Egmont erleben. Eindrucksvoll und energetisch bot das JOH das anspruchsvolle Werk dar. Belohnt wurde dieser gelungene Start mit reichlich Applaus. Im Anschluss daran folgte der 3. Satz aus Max Bruchs Violinkonzert in g-Moll. Der 14-jährige Solist Maximilian Biebl verzauberte mit virtuosen Klängen und überzeugte in seinem bereits zweiten Konzertprojekt mit dem JOH erneut. In Carl Reineckes Ballade für Flöte und Orchester zeigte unsere Solistin aus dem JOH, Gisela Paschke, ihre musikalischen Fähigkeiten. Samtig weiche Flötenklänge erfüllten in dieser romantischen Ballade den Konzertraum. Beide Solisten wurden mit viel Applaus belohnt und verabschiedeten das Publikum zufrieden in die Pause. In lockerer und fröhlicher Atmosphäre servierte das Café Tschai (ein ehrenamtlich organisierter Treffpunkt für Geflüchtete und Nachbarn, welcher zugehörig zu Alraune ist, die uns u.a. den Probenraum zur Verfügung stellen) Getränke und Kuchen.

Nach der Pause ging es mit modernen Klängen aus Charles Ives „The unanswered question“ weiter. In dem Stück wird von einer Solotrompete eine Tonfolge im Klang einer Frage in den Raum gestellt. Eine Gruppe von Holzbläsern gibt eine Antwort auf diese Frage, die jedoch sehr uneindeutig ausfällt. Auf wiederholtes Fragen der Trompete durch unser JOH Mitglied Christopher Breuer erfolgt keine wirkliche Antwort der Holzbläsergruppe– die Frage bleibt bis zum Schluss unbeantwortet. Die Streicher symbolisieren parallel dazu mit gedämpften Klangfarben die Unendlichkeit des Universums. Unterschiedliche Positionierungen der einzelnen Instrumentengruppen im Raum sorgen für einen zusätzlichen Effekt. Nach diesem für manche Zuhörer/innen vielleicht ungewohnten musikalischen Eindruck folgte Stravinskys Suite Nr. 2 mit den Sätzen Marsch, Walzer, Polka und Galopp. Dieses unterhaltsame Wert begeisterte das Publikum. Zum Abschluss folgten zwei Sätze aus Schuberts Bühnenmusik zu Rosamunde (Nr. 5, Entre-Act nach dem dritten Aufzug und die Ballett Musik Nr.2). Nach reichlich Beifall spielte das JOH als Zugabe erneut den schmissigen Galopp aus der Suite von Stravinsky.

 

Am Sonntag, 16.07.2017 fand das zweite Konzert im schönen Miralles Saal der Jugendmusikschule im Mittelweg statt. Auch hier konnte das JOH wieder viele Zuhörer/innen begrüßen. Mit viel Elan und Einsatz gelang wieder ein wunderschönes Konzert, das beim Publikum für Begeisterung sorgte. Insbesondere die beiden Solisten Maximilian Biebl an der Violine und Gisela Paschke an der Flöte beeindruckten erneut mit ihren Leistungen. Aber auch das JOH bewies Einfühlungsvermögen in der Begleitung der Solisten und Spielfreude und Ausdruck in den anderen Werken. Emanuel Dantscher leitete wie gewohnt souverän und agil das Orchester. Orchester und Dirigent genossen das Konzert sichtlich. Das Konzert im Miralles Saal schloss mit einem großen Dank an die Vorstandsmitglieder Florian, Mareike, Jana, Lara, Phillip und Ann-Kathrin, an Simon, unseren Leiter der Bläserstimmproben, an Isabell, unsere Konzertmeisterin und nicht zuletzt an unseren großartigen Dirigenten Emanuel. Die Klänge des Galopp aus der Suite Nr. 2 von Stravinsky entließen das Publikum beschwingt in den Sonntag Abend.

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